Bienentanz

Honigbienen haben eine besonders elegante Form der Sprache entwickelt. Hat eine Arbeiterin eine reiche Futterquelle entdeckt, "erzählt" sie daheim im Stock ganz aufgeregt davon – dabei summt sie aber nicht nur, nein, sie tanzt auch noch! Mal einen einfachen Rundtanz, mal den schwierigen Schwänzeltanz.

Der Rundtanz

Wenn die Futterquelle weniger als ungefähr 100 Meter vom Stock entfernt ist, tanzt die Biene einen Rundtanz: Er gibt keine Auskunft über die genaue Entfernung und Richtung der Futterquelle.

 

Nur, dass sie sich in nächster Nähe des Bienenstockes befindet.

Je länger und intensiver die Biene tanzt, desto besser ist die Futterquelle. Zwischendurch gibt sie den anderen Bienen eine Kostprobe des Nektars.

Der Schwänzeltanz

Ist die Futterquelle weit vom Stock entfernt, gibt die Tänzerin auch Auskunft über Entfernung und Richtung, in der die Futterquelle liegt. Dazu tanzt die Biene einen Schwänzeltanz. Je länger die Mittellinie ist, auf der sie schwänzelt, desto weiter ist die Futterquelle entfernt.

Die Geschwindigkeit, mit der sie auf einem Halbkreis zurück läuft, gibt Auskunft über die Qualität der Futterquelle. Läuft sie schnell, ist die Nahrungsquelle gut. Mit der Richtung in der sie tanzt, informiert die Biene ihre Stockgenossinnen über die Lage der Futterquelle.

Tanzt sie auf einem waagerechten Untergrund, schwänzelt sie einfach in die Richtung in der die Nahrungsquelle liegt.

Meistens muss sie aber auf einer senkrecht hängenden Wabe tanzen. Dann schwänzelt sie in demselben Winkel zur Senkrechten, der vom Bienenstock aus zwischen Sonne und Futterquelle liegt.

So wissen die zuschauenden Arbeiterinnen, in welchem Winkel zur Sonne sie fliegen müssen, um ihr Ziel zu finden. Dabei entspricht die Spitze der Senkrechten der Sonne. Liegt sie rechts von der Mittellinie, muss die Sonne auch rechts von der Futterquelle stehen.

Dank ihrer inneren Uhr kann die Tänzerin sogar im dunklen Bienenstock sogar den wandernden Sonnenstand in ihrem Tanz berücksichtigen

 

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